Die Auswirkungen der Corona-Krise auf Sport & Gesellschaft - Umfrage unter Sport-Legenden & Experten

Die Coronakrise 2020 bringt viele Veränderungen mit sich. Es galten allgemeine Ausgangsbeschränkungen und viele MitarbeiterInnen wurden dazu angehalten, von zu Hause aus zu arbeiten und darüber hinaus auch ihre Kinder zu betreuen.

Der tägliche Weg in die Arbeit fiel weg, Sportstätten und Fitnessstudios waren gesperrt. Wir mussten mit erheblichen Einschnitten in unserem Alltag umgehen.

Doch dies sind keine Gründe, das regelmäßige Bewegungs- und Sportprogramm zu reduzieren. Im Gegenteil: Gerade in Zeiten von neuen Rahmenbedingungen und von Ungewissheit - stellen Bewegung und Sport einen optimalen Ausgleich dar und tragen entscheidend zum Wohlbefinden und der eigene Stimmung, Stressabbau und zur Stärkung des Imunsystems bei.

Sport-Legenden und Experten als Sprachrohr für die Gesellschaft, „Insider“ im Sport- und Gesundheitsbereich und mit Vorbildwirkung für die ÖsterreicherInnen

Wie sehen Sport-Legenden die Situation und welche langfristigen Auswirkungen wird Corona auf Sport und Gesellschaft haben?

An der Umfrage haben insgesamt 31 Sport-Legenden und ExpertInnen aus dem Bereich Sport & Gesundheit mitgemacht. Die ehemaligen SpitzensportlerInnen kommen dabei aus mehr als 11 verschiedenen Sportarten (Skisprung, Leichtathletik, Bergsteigen, Schwimmen, Eisschnelllauf, Handbike, Golf, Laufsport, Fußball, Ski Alpin und Nordische Kombination, uvm).

Die Umfrage wurde anonym durchgeführt, es konnte jedoch bei der letzten Frage der Name bei erwünschter Zitation angeführt werden. Somit wissen wir, dass unter anderem folgende Sport-Legenden und Experten an der Befragung teilgenommen haben: Andy Holzer - blind climber, Felix Gottwald, Toni Polster, Michael Hadschieff, Markus Brier, Dr. Thomas Taut, Andreas Onea, Andreas Berger, Niki Zitny, Walter Ablinger, Mag. Michael Koller, Christian Stangl, Michaela Dorfmeister, Günther Mader, Stefan Thurnbichler, uvm.

Frage 1: Wird sich die Corona-Krise langfristig auf die Gesellschaft und Sportwelt sowie auf die Durchführung von Großveranstaltungen auswirken?

Umfrage unter ausgewählten österreichischen Sport-Legenden zur Corona-Krise

 

Ausgewählte Kommentare:

  • wird relativ schnell in den Hinter bzw. in den Untergrund der Gedankenwelt verschwinden - so wie alle Großen Ereignisse der Menschheit. Nachdem Tsunami flogen auch wieder alle an den Indischen Ozean, nachdem Erdbeben stiegen wieder alle auf den Everest, nach der Immobilienblase wurde uneingeschränkt weiter gemacht..... nach bzw. mitten in der Umweltfrage wird weiter gestunken. Das sind wir Menschen....
  • Eine Storno oder / eine nicht Durchführung aufgrund von Krankheitswellen wird in die Planung einbezogen werden. Es wird dadurch der digitale Kanal an Bedeutung gewinnen.
  • neue Veranstaltungsformate, neue Zuschauerkanalisation, neues Eventmanagement, neue Sicherheitsfragen, neue Preise und geringere Einnahmen
  • Ein reflektieren der Grundwerte wird notwendig. Die gesamten Strukturen müssen überarbeitet werden, von der Planung über der Durchführung bis zur Abrechnung und Vermarktung.
  • Es wird schwierig Sponsoren zu finden. Sportbewerbe ohne Zuseher sind sehr gewöhnungsbedürftig.
  • Viele Menschen sind das erste Mal Laufen gegangen. Vielleicht bleiben sie dabei. Sportvereine könnten pleite gehen. Schulsport kommt noch weiter unter Druck.
  • Schwierigkeiten bei der Durchführung von Großereignissen. Nachhaltigere Geschäftsmodelle. Viel digital fokussierter als bisher
  • Es wäre wünschenswert, dass durch die Corona-Krise einige positive Aspekte (Wertschätzung von systemerhaltenden Berufen, regionales Einkaufen, Zusammenhalt,...) erhalten bleiben. Jedoch denke ich, dass der Großteil der Bevölkerung wieder sehr rasch in alte Verhaltensmuster zurückfällt.
  • Erfüllung von Vorschriften, die der Risikogruppe von Virenerkrankungen mit schwerem oder tödlichem Verlauf vorbehalten sein sollten. Im Spitzensport sind sie nicht nur völlig überzogen, sondern belasten in vieler Hinsicht.

Frage 2: Können digitale Events künftig eine Alternative zu klassischen Veranstaltungen wie Messen oder Gala-Abenden sein?

Digitale Sportevents (e-Sports, etc.) als Alternative zu klassischen Sportveranstaltungen

 

Ausgewählte Kommentare:

  • Die Menschen haben eine Nase um sich riechen zu können, haben Hände um sich spüren zu können. Nur auf Video 2D und Sterio Audio zu reduzieren wird niemals in voller Bandbreite funktionieren. Weitere Verkümmerung des Menschlichen wird das zur Folge haben. Siehe jetzt schon die Onlineverhandlungen bei der EU.....
  • Nicht jeder ist mit der digitalen Lösung glücklich. Es wird sich eine REAL-DIGITALISIERUNG ergeben, d.h. REALE Treffen und Events werden bewusster ausgewählt und werden noch mehr an Fokus / Bedeutung gewinnen. Der Rest wird auf die digitale Ebene verschoben um Zeit und Ressourcen zu sparen.
  • Tolle Alternative oder Ergänzung. Zuschaltung von Remote, im Krankheitsfalle, von überall. Gala muss live sein, aber gewisse Formate sind wunderbar für digitale Formate
  • Ein digitales Event wird meiner Meinung nach nie ein Live-Event adäquat ersetzen können Die Menschen schätzen das Flair, den Erlebnisfaktor und das Unterhaltungspotential, das eine Live-Event bietet
  • Online-Sport ist besser als nichts, macht alleine zuhause aber nicht denselben Spaß.
  • Sicher eine Alternative, aber überall geht's dann doch nicht. Der persönliche Kontakt und die Reaktionen fehlen.
  • Sie können ergänzend sein. Events selbst werden durch Corona sogar an Wert gewinnen
  • Wir Mensch sind grundsätzlich sehr gesellig. Mehr Live-Zuschaltungen zu Events kann ich mir hingegen gut vorstellen.
  • zu wenig Emotion - Emotion braucht Menschen und nähe (auch wenn das in Zukunft schwierig wird)
  • Für mich wäre das einfach nicht das gleiche, solche Events leben von der Interaktion mit Menschen
  • Sie können in „normalen“ Zeiten maximal eine Bereicherung der allgemeinen Unterhaltungsszene sein und manche Effekte des Sports nutzen. Derzeit mögen sie eine gewisse Ausgleichsfunktion haben - es bleiben aber 2 völlig unterschiedliche Paar Schuhe....

Frage 3: Diverse Formen von e-Sports haben in der Corona-Krise zusätzliche Aufmerksamkeit und Nutzung erfahren. Kann e-Sports in Zukunft etablierte Sportarten in ihrer Popularität ablösen? (z.B: virtuelle Formel 1 wird populärer als die reguläre Formel 1)

Digitale Sportevents (e-Sports, etc.) als Alternative zu klassischen Sportveranstaltungen

 

Ausgewählte Kommentare:

  • Ich traue es der westlichen Gesellschaft trotz meiner eher-NEIN Abstimmung durchaus zu. Man muss sich so gar nicht mehr aus seinem tiefen Sessel erheben um Spitzensport live erleben zu können. Passiv ist mehr den je angesagt!
  • e-Sport kann mit dem klassischen Sport nicht vergleichen werden. e-Sport wird parallel entstehen und sich weiter entwickeln und einen interessanten Platz einnehmen, aber niemals den realen Sport ersetzen.
  • Das hat meiner Meinung nach nichts mit "Sport und Bewegung" zu tun. Die Gehirn, die Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit wird geschult, der natürlich Drang sich in der freien Natur zu bewegen geht verloren.
  • Natürlich wird der Bereich e-Sport in den kommenden Jahren weiter wachsen, das war auch vor Corona schon so. Aber ich glaube, dass sowohl für die Sportler als auch für die Zuschauer die herkömmliche Form des Sports immer attraktiver bleiben wird.
  • Das kommt sicher auf die Generationen an. Die Jüngeren sind mit dem e-sport jetzt schon aufgewachsen. Die Anderen tun sich schwer, weil die Atmosphäre fehlt. Sport sollte schon eine live Attraktion bleiben.
  • In manchen Sportarten vielleicht möglich, jedoch ist das gefährlich. Ohne Zuschauer fehlt die Emotion, die Inszenierung!
  • Wird aus meiner Sicht eine Nische bleiben und hat mit wirklich körperlichem Sport nur wenig zu tun.

Frage 4: Die Corona-Krise wirft auch ethische Fragen in unserer Gesellschaft auf. So verdienen Fußball-Stars wie Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo viele Millionen, medizinisches Pflegepersonal wie z.B. Krankenschwestern verdienen hingegen nur einen Bruchteil davon. Sind die hohen Gehälter im modernen Sport angesichts dieser Entwicklungen überhaupt noch vertretbar?

Hohe Gehälter im Spitzensport in Zeiten der Corona-Krise

 

Ausgewählte Kommentare:

  • Dies war es auch vor der Krise nicht. Die Dummen sind immer noch die, die bezahlen und nicht die kassieren. Wenn man nicht in sich selbst den Hero findet, sondern sich diesen via Sportveranstaltungen quasi aus dem Potenzial Anderer zu holen versucht, dann kostet das Geld. Und da sind Millionen von Menschen- Zuseher bereit dazu, dies mit Eintrittsgelder, PAYTV--Beiträge usw. zu bezahlen. "SECOND WORLD" nenne ich das. Die Welt von Anderen zu leben und nicht seine Eigene zu suchen....
  • Es ist der Markt - Angebot und Nachfrage! Wobei Sportler ab einer Verdienstgrenze sich eine gesellschaftliche Verantwortung übernehmen müssen und einen Teil für soziale Zwecke abzutreten. Es ist ja rühmlich, wenn ein Ronaldo so viel Geld hat er darf entscheiden für welche gesellschaftliche Projekt er sich entscheidet - somit kann er selbst über die Mittel bestimmen und kann seine Wirken über die Sportwelt hinaus vergrößern.
  • Es muss Grenzen geben, was drüber hinausgeht muss an wohltätige Zwecke gehen.
  • Nein, solch horrende Summen, wie zahlreiche Sportler sie verdienen, sind nicht vertretbar Aber solange manche Sportarten derart stark vermarktet finanziell gepusht werden, wird sich daran nichts ändern
  • Das war auch vor der Krise schon so. Wo viele Zuseher sind, laufen auch viele Sponsor-Gelder, das ist und bleibt ganz normal. Dort gibt es Aufmerksamkeit ohne Ende. Krankenschwestern machen in dieser Zeit eine gewaltige Arbeit, natürlich wird das auch zu wenig honoriert, das ist ganz klar. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer.
  • Die Hoffnung auf eine Liberalisierung besteht, doch wahrscheinlich ist nach der Krise viel vergessen
  • Jeder oder jede kann selbst Sportprofi werden. Das ist eine reine Frage des Angebots nun der Nachfrage. Regulierungen sind gefährlich und werden wahrscheinlich sehr schnell umgangen. Fußball hat weltweit die medial größte Plattform, daher die hohen Gehälter.
  • Die hohen Gehälter von manchen SportlerInnen sind meiner Meinung nach auch unabhängig von der Corona-Krise nicht vertretbar.
  • Solange es Menschen gibt die zu tausenden in Stadien pilgern und zu hunderttausend vor Fernsehern sitzen, wird sich das nicht ändern.
  • Ich finde es gut, dass teilweise absurd hohe Summen die vor allem im Fußball verdient werden endlich in Frage gestellt werden.

Frage 5: Die aktuelle Situation führt zu Unsicherheit bei vielen Menschen und Unternehmen. Einige Branchen haben Einbußen, andere stehen komplett still, Mitarbeiter sind oft auf Kurzarbeit. Glaubst du, dass diese Situation negative Auswirkungen auf den Stresspegel und die Arbeitsmotivation der Menschen hat?

Auswirkungen der Corona-Krise auf die Motivation und den Stresspegel von ArbeitnehmerInnen

 

Ausgewählte Kommentare:

  • Die Menschen haben jetzt gelernt, dass man nicht viel Geld braucht wenn man noch passiver lebt. Es ist auch gemütlicher.... Man wurde ja direkt zum Passivsein umerzogen. Aktive Denker wurden bedroht-bestraft. Geld kommt aus der "Gießkanne" vom Staat zu gespült und alles ist gut....
  • Durchaus möglich, es kann sich aber auch eine Entspannung ergeben, wenn die soziale Absicherung besser wäre. Man macht sich ja nur den Stress, weil man überleben will.
  • Wir sollten uns bewusst werden, was im Leben wirklich wichtig ist. Existenzängste sind gegeben, aber wir alle leben im Paradies, auf einer Insel der Seligen und haben viele Möglichkeiten unser Dasein neu auf zu bauen.
  • Das trifft sicher zu! Aber ich denke, dass sicher auch einige Menschen darunter sind, die trotz Stress, Jobprobleme usw. stärker aus dieser Krise zurückkommen werden
  • Ich hoffe, dass die Menschen aus diese Krise gestärkt herausgehen und das Leben aus einem anderen Blickwinkel betrachten: es ist nicht selbstverständlich einen guten Job zu haben. Dafür muss man sich anstrengen und kämpfen. Dankbar sein für alles was man in Österreich geboten bekommt.

Frage 6: Können die Lehren des Spitzensports ein guter Ratgeber gegen erhöhten Stress und fehlende Motivation im Alltag sowie Berufsleben sein?

Die Lehren des Spitzensports gegen Stress und fehlende Motivation in der Corona-Krise

 

Ausgewählte Kommentare:

  • Mehr Sport, mehr Energie, mehr Endorphin, mehr positive Gedanken, mehr Belastbarkeit.
  • Wenn man etwas für seinen Körper tut, dann ist das Feedback meist sehr schnell spürbar. Dieses System sollte man auch im Berufsleben ausprobieren.
  • Spitzensport ist Lebensschule. Die Werte sind in unser aller Leben integrierbar.
  • Was man im Sport lernt kann man immer im Berufsleben anwende. Wichtig ist immer das man ein Ziel hat und seine Aufgabe gerne macht.
  • Von Rückschlägen kommt man oft stärker zurück - Konsequenz und Disziplin helfen Ordnung in den neuen ungewohnten, vielleicht etwas chaotischen Alltag zu bringen - Erfolge bzw. Fortschritte, auch wenn es nur Kleine sind, können neue Motivation schüren - Sport und Bewegung hilft den Kopf frei zu bekommen und Stress abzubauen
  • Jeder wächst mit neuen Herausforderungen. Leistungssteigerung und Erfolg sind planbar. Spitzenleistung ist immer das Ergebnis von Teamwork.
  • In Wettkämpfen ist man ständig erhöhten Stress und Druck ausgesetzt, das können die meisten auch auf ihr restliches Leben ummünzen. Für die Motivation: - das Ziel stets vor Augen haben - sich mit Menschen umgeben, die positiv sind und einen motivieren/unterstützen - kleine Zwischenziele setzen - erreichte Ziele feiern
  • Im Sport gibt es permanent Herausforderungen in vielen Formen und man muss permanent, schnellstmöglich auf die Situation reagieren um zu bestehen sonst geht man unter. also kein hadern bzw. in Schockstarre verfallen.

Frage 7: Beurteilst du die Maßnahmen der Bundesregierung im Umgang mit der Corona-Krise (Ausgangsbeschränkungen, Maskenpflicht, etc.) als passend?

Maßnahmen in der Corona-Krise (Maskenpflicht, Ausgangssperre)

 

Ausgewählte Kommentare:

  • Diese Dinge waren im Besonderen für andere Zwecke interessant. Anfangs wusste man natürlich nicht exakt was Sache ist und man musste rigoros reagieren. Aber jetzt weiß man nicht viel mehr. Trotz dem wird ein Showdown für die nächste Welle von der Politik quasi ausgeschlossen. Also beantwortet die Politik diese Frage hier für mich.
  • Schutz der Gesundheit und des Lebens steht vor Schutz der Wirtschaft! Kein Menschenleben kann in einem Geldbetrag aufgewogen werden.
  • Absolut notwendig weil die Gesundheit unser aller höchstes Gut ist.
  • Prinzipiell ja, auch wenn es optimiert werden könnte: - langes Betretungsverbot für Indore -Sportanlagen (länger als Gastronomie) nicht nachvollziehbar. In der Gastronomie sind die Sicherheitsmaßnahmen m.E. schwerer umzusetzen als im Indoor-Sport - es gibt kein Paket für Sportinstitutionen und Angestellte des Sports (Trainer), obwohl es hier viele Arbeitsplätze gibt. Spitzensportler verlieren Sponsoren während dieser Zeit. Es scheint, dass der Sport nahezu vergessen wurde (bis auf Fußball). - Wenig Informationen wie es weitergeht. Ab wann wird Kontaktsport möglich sein? Sportler müssen ungefähr planen können - Leistungssportler, die diese Krankheit bereits hatten und immun sind, sollten mehr Freiheiten haben z.B. dass sie ihren Sport trainieren können - Es wurden wenig wissenschaftliche Informationen zur Krankheit selbst kommuniziert
  • Bei den Lockerungen sind aber Mängel zu Tage getreten und das Gesundheitsministerium scheint ungenügend professionell aufgestellt zu sein.

Frage 8: Hat die Bundesregierung in der Corona-Krise hinsichtlich des Spitzensports deiner Meinung nach passende Maßnahmen getroffen?

Corona-Maßnahmen im Spitzensport in Österreich

 

Ausgewählte Kommentare:

  • Der Spitzensport wie die Bundesliga, Automobilrennsport usw. die haben im Verhältnis zu den Normalmenschen nicht wirklich ein Problem in dieser Zeit. Wirkliche Probleme haben Familien die nicht mehr wissen, wie sie die nächste Monatsmiete bezahlen sollen. Bewegung für die ganze Gesellschaft wäre wichtig gewesen. Aber diese hat man ja genau wie den Spitzensportler eingesperrt...
  • Medienkonsum ist bei Geisterspielen möglich. Der Sportliche Wettkampf ist auch bei Abwesenheit von Zuschauer vor Ort möglich. Der Rest ist Emotion und Kulisse, die den Sport ohne Zweifel sehr schön und attraktiv macht, aber in der derzeitigen Situation das falsche Signal wäre.
  • Spitze ist die Folge einer Breite. Der erste Reflex war wieder den Turnunterricht ersatzlos zu streichen. Spielplätze zu sperren und Profifußball zu erlauben geht sich auch nicht aus. Leider hatten wir nur über wenige Wochen so etwas wie eine Sport-und Bewegungskultur. Und das wohl eher, weil uns eine Ausgangssperre verhängt wurde und ganz nebenbei es nicht möglich war Spitzensport von der Couch aus zu beobachten.
  • Anfangs - Ja Über den weiteren/aktuellen Prozess lässt sich streiten. Selbstverantwortung im Bezug auf dem Umgang mit der Pandemie wäre angebracht. Regionale Corona-freie Gebiete sollen geöffnet werden. Deregulierung der Einschränkungen. Es gibt keinen Spitzensport ohne Bewerbe und schon gar nicht ohne Nachwuchs. Die Einschränkung für Kinder, die nicht der Risikogruppe angehört, auflösen.

Frage 9: Beurteilst du die beschlossenen Maßnahmen im Hobby- und Breitensport als passend?

Corona-Maßnahmen im Breitensport in Österreich

 

Ausgewählte Kommentare:

  • Das Virus weiß nicht ob man sportelt, einkauft oder arbeitet. So sollte auch bei der Maßnahme kein Unterschied gemacht werden....
  • Kontaktsportarten stellen ein Risiko dar. Hobbysportler leben nicht von ihrem Sport. Sie sehen auch nur geringfügig in einer großen Wertschöpfungskette. Es gibt die Möglichkeit neue Sportarten zu entdecken und Corona hat sicher auch ein Ende.
  • Wenn Bundesliga spielen darf, dann müssen andere gleiche Rechte haben, oder alle spielen nicht.
  • Nur die Bundesliga (Geld regiert die Welt) ist Trainings- und bald Spielberechtigt. Das ist fatal - Gleiches Recht für alle. Alternativbewegung für ALLE zur Erhaltung der Gesundheit, Stärkung des Immunsystems. Nicht Geld für die Symptombekämpfung ausgeben sondern für die Gesundheitserhaltung der Bevölkerung investieren.
  • Alles raus in die Natur. Back to the Roots! Hauptsache Bewegung. Zu sich finden usw.

Frage 10: Wenn du in dieser herausfordernden Zeit eine Botschaft für die Österreicherinnen und Österreicher hast, welche ist das?

  • „In meinem Empfinden sind Krisen unverzichtbar wichtige Wegbegleiter, seine eigene Persönlichkeit erst mal entwickeln zu können. Auch ich schaffe nicht jede Krise auf meinem Weg auf Anhieb. Viele viele Grenzen haben meinen Vortrieb schon abgebremst und gestoppt oder umgeleitet. Wegen dieser Unwegbarkeiten bin ich heute ja genau dort angekommen, wo mich die Realität hingeführt hat. Grenzen bringen einen in jedem Fall immer viel weiter als geglaubte Grenzenlosigkeit. Ohne Barriere, ohne Reibung kannst Du kein Persönlichkeitsprofil, keine Kanten entwickeln und schärfen und Dich niemals über Begrenzungen Anderer hervorheben.“
    Andy Holzer - the blind climber
  • „Alle weiterhin vorsichtig sein damit wir keine zweite Welle bekommen und positiv in die Zukunft schauen.“
    Günther Mader
  • „Jede Krise hat seine positiven Seiten, meist nimmt an diese erst zu einem späteren Zeitpunkt wahr.“
    Mag. Michael Koller
  • „Wann, wenn nicht jetzt, sollen wir uns der Frage widmen, wie Gesundheit und Vitalität entsteht? Händewaschen und Abstand halten wird dafür wohl auch in Zukunft zu wenig sein.“ 
    Felix Gottwald
  • „Während des Wettkampfes muss der Athlet das Selbstbewusstsein des Siegers zur Schau tragen. Abseits davon muss er wissen, dass er auch nur ein Mensch ist!“
    - ohne Namensnennung
  • „GEMEINSAM WERDEN WIR ES SCHAFFEN, NUR GEMEINSAM“
    – ohne Namensnennung
  • „Bewegt euch!“
    – ohne Namensnennung
  • „Durchhalten - es wird wieder besser!“ 
    Markus Brier
  • „Wenn wir nicht aus Fehlern lernen, werden wir dumm sterben! Begreifen wir endlich, dass uns nicht Konsum und Reichtum glücklich macht, sondern die Fähigkeit die eigenen Grundwerte, Einstellungen, körperliche so wie geistige Gesundheit unser Dasein bereichert. Überdenkt euer Konsumverhalten und Lebt ohne Angst und Abhängigkeiten /Süchte - versucht es zumindest!“
    Walter Ablinger
  • „Gesundheit ist unser höchstes Gut und auf dass sollten wir am besten aufpassen. Aber nicht nur auf die eigene Gesundheit sondern auch auf die unserer Mitmenschen.“
    – ohne Namensnennung
  • „Wenn Corona nur ein paar Menschen zum Sport gebracht hat, dann war diese Zeit wenigstens für etwas gut!“
    Dr. Thomas Taut
  • „Diese Zeit ist keine Einfache, aber man kann aus jeder Situation was Positives mitnehmen, auch DU!“
    Michi Dorfmeister
  • „Man kann jeder Situation etwas Positives abgewinnen.“
    – ohne Namensnennung
  • „Haltet Abstand, damit wir so schnell wie möglich aus dieser Situation kommen.“
    – ohne Namensnennung
  • „Alles wird gut, wenn wir uns jetzt diszipliniert verhalten!“
    Toni Polster
  • „In diesen neuen, unsicheren Zeiten, ist eine schrittweise Öffnung und Normalisierung richtig und wichtig. Gebt euch noch ein wenig Zeit und Geduld bis größere Klarheit da ist.“
    Michael Hadschieff
  • „Es geht jetzt um Solidarität, Flexibilität und Verständnis, und nicht darum wer Recht hat oder welche Maßnahme zu viel oder zu wenig ist. Jede und jeder Einzelne kann dazu beitragen.“
    Niki Zitny
  • „Wie so oft im Leben realisieren wir, dass wir auf viele Dinge keinen Einfluss haben. Was wir beeinflussen können ist unsere Reaktion und unsere Einstellung. Was machen wir aus und in dieser schwierigen Situation? Wir haben es in der Hand. Wir schaffen das!“
    Andreas Onea
  • „Ich maße mir nicht an für andere zu sprechen in dieser Situation, da für sehr viele die Existenz auf dem Spiel steht. ich für mich versuch mich bestmöglich an die derzeitige Situation anzupassen und das beste aus den momentanen Möglichkeiten herauszuholen. Mich hat es leider auch extrem hart getroffen, aber in meinem Leben hat es mich schon so oft getroffen und ich habe immer wieder einen weg gefunden und so wird es jetzt auch wieder sein!“
    – ohne Namensnennung
  • „Sport, Bewegung im Allgemeinen, bewusste Ernährung, Psychohygiene, ein positiver Blick in die Zukunft sind allesamt bessere Gesundheitspräventionen als Masken und ´Mindestabstände´.“
    Christian Stangl
  • „Wir haben trotz der Krise viel Glück! Nämlich in einem Land wie Österreich zu leben - das sollten wir nie vergessen.“
    Andreas Berger
  • „Bitte achtet auf eure Mitmenschen und euch selbst, nehmt den finanziellen Rückschlag als Motivation und kehrt stärker und aktiver zurück. Jeder von uns hat noch Potential nach oben.“
    Stefan Thurnbichler
  • „Bewegung ist die beste Medizin, denn sie hält Körper und Geist fit und gesund.“
    – ohne Namensnennung

Details zur Umfrage

  • Methode: Umfrage
  • Befragungszeitraum: 11.05. bis 15.06.2020
  • Tool: surveymonkey
  • Samplegröße: n = 31 vollständige Beantwortungen (=nicht repräsentativ)
  • 10 Fragen, geschlossen und offen
  • TeilnehmerInnen: Österreichische Sport-Legenden und Experten aus dem Gesundheits- und Sportbereich
  • Zitierung: © SPORTS.Selection | HERALIC.Concepts GmbH

* für detaillierte Auskünfte zu der Umfrage, wenden Sie sich gerne an das Team von SPORTS.Selection:
Mail: service@sports-selection.at 
Tel.: +43 660 508 17 00